Schneeschimmel im Grünland – Risiko unter der Schneedecke?
Weißes Pilzmyzel – bräunliche Flecken
Das Auftreten von Schneeschimmel ist in hohem Maße witterungsabhängig. Das Schadbild wird durch pilzliche Erreger verursacht und kann insbesondere nach schneereichen Wintern mit längerer Schneebedeckung im Frühjahr in Erscheinung treten. Zumeist verursacht von mehreren Erregern (Microdochium nivale, Typhula-Arten), die des Öfteren auch in Form von Mischinfektionen vorkommen.
Symptome
Nach der Schneeschmelze lassen sich auf betroffenen Flächen folgende Symptome beobachten:
- unregelmäßige, rundliche bis flächige, strohgelbe bis bräunliche Flecken
- teilweise watteartiger, weißlich-grauer bis rosafarbener Pilzbelag
- verzögerter Wiederaustrieb im Frühjahr
- bei sehr starkem Befall kann es punktuell auch zum Ausfall von Futterpflanzen kommen
Maßnahmen nach dem Winter
Bevor man sich Gedanken über mögliche Maßnahmen macht, muss das Grünland auf jeden Fall ausreichend gut abtrocknen können. Ist ein Befall in größerem Ausmaß gegeben, ist ein vorsichtiges Striegeln sinnvoll. Abgestorbene Blattmasse und auch das Pilzmyzel werden zerrieben. Hier das richtige Maß zu erwischen, erfordert Fingerspitzengefühl. Zudem muss man auch etwas Geduld aufbringen – bei leichtem Befall erholen sich die Bestände bei günstigen Bedingungen selbständig.
Stark geschädigten Flächen mit vielen Lücken kann man mit einer Nachsaatmaßnahme bei der Frühjahrspflege auf die Beine helfen.
Stark geschädigten Flächen mit vielen Lücken kann man mit einer Nachsaatmaßnahme bei der Frühjahrspflege auf die Beine helfen.